"Wächter der Erinnerung" an der RSN
23.04.2026

Die Skulpur ist dabei eine von 44 Holzfiguren und Teil der Ausstellung „Odyssey“, mit welcher Robert König 2015 in Nürtingen den Weg der Vertreibung seiner Mutter im Jahr 1942 aus dem Heimatort in Polen über Deutschland nach England nachzeichnete. Die überlebensgroßen Holzskulpturen wandern dabei seit 1996 durch verschiedene Städte.

Als „Wächter der Erinnerung“ sollten die Holzfiguren die vielfältigen Erfahrungen von Flucht, Vertreibung, Heimatlosigkeit und Verlust symbolisieren und einerseits auf die NS- und Nachkriegszeit, andererseits aber auch auf individuelle Schicksale und die heutigen Erfahrungen von Flucht und Migration verweisen.
An jedem Ausstellungsort entstand eine neue Skulptur, die mit ihrer Biographie eine Verbindung zur ausstellenden Stadt schafft. Während des Aufenthalts von Robert Koenig in Nürtingen sind zwei weitere Skulpturen am Schlagplatz der Freien Kunstakademie entstanden. Eine Figur ist mit der restlichen Ausstellung weitergezogen. Die andere Figur, die Anton Köhler-Figur, ist als “Wächter der Erinnerung“ zurückgeblieben. Über Leutkirch, Memmingen, Weingarten und Nürtingen kam die Skulptur an die Gemeinschaftsschule Frickenhausen und steht nun im Vorraum der Neuffener Mensa. Begleitet wird die Figur von einer Tafel, die die Geschichte des historischen Anton Köhler erläutert.